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Was Sie schon immer über richtiges Lüften und passendes Raumklima wissen wollten (und sollten)


Alle Menschen und Tiere benötigen zum Leben Luft bzw. Sauerstoff. Trotzdem richten viele keinen besonderen Augenmerk auf die ausreichende Belüftung von Innenräumen. Das ist jedoch zumindest fahrlässig, da ernste Konsequenzen drohen, die nicht nur Gebäude und Möbel, sondern auch die Gesundheit von Bewohnern temporär oder sogar dauerhaft in Mitleidenschaft ziehen können. Kein Wunder also, dass inzwischen auch der Gesetzgeber in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) die Wichtigkeit der Belüftung explizit betont: „Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist.“ (§ 6 Absatz 2 EnEV). Deswegen sollte jeder einige Grundlagen über das richtige Lüften und passende Raumklima kennen. 

Warum spielt das Lüften eine so entscheidende Rolle?


Der hauptsächliche Zweck des Lüftens besteht darin, die verbrauchte Raumluft durch frische Luft von außen zu ersetzen. Dabei können auch in der Luft enthaltene Schadstoffe, die etwa von Möbeln oder Textilien stammen können, nach außen entweichen. Durch die Lüftung wird zudem automatisch Feuchtigkeit nach außen abgeführt. Geschieht das nicht regelmäßig, können sich im Wand- und Deckenbereich von Räumen Schimmelpilze bilden. Denn übermäßige Feuchtigkeit stellt eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen und das Wachstum von Schimmel dar. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch ernsthafte Konsequenzen haben. Denn Schimmel ist nicht nur in der Lage, die Substanz von Gebäuden anzugreifen, sondern kann zudem die Gesundheit der Bewohner schädigen. Dabei kann es sich etwa um Allergien oder Atemwegserkrankungen handeln. 

Heute ist das Lüften noch wichtiger als früher


Früher war das Problem der mangelhaften Belüftung weniger gravierend. Das hat einen wichtigen Grund: Die Dämmung von Gebäuden war damals weniger verbreitet und auch nicht so dicht, wie es heute der Fall ist. Natürlich ist eine dichte Dämmung eigentlich eine gute Sache. Denn wer eine solche besitzt, kann seine Heizenergie effizienter nutzen, da weniger Wärme ungenutzt nach außen dringt. Vor allem durch einfach verglaste Fenster und deren Holzrahmen drang früher aber immer ein gewisses Maß an Luft und Feuchtigkeit nach außen und umgekehrt Frischluft nach innen. So war ein dauerhafter Luftaustausch zumindest auf niedrigem Niveau immer gewährleistet. Bei den heutigen, oft mehrfach verglasten Fensterscheiben und den dichten Kunststoffrahmen ist das allerdings nicht mehr der Fall. Zudem sind die Wände effizienter gedämmt. So kann praktisch lediglich durch das Öffnen von Fenstern und Türen ein ausreichender Luftaustausch erfolgen und auch nur dann dringen dementsprechend Feuchtigkeit sowie Schadstoffe nach außen. 

Warum sollten Sie auf das richtige Raumklima achten und was ist das überhaupt?


Unter dem Begriff Raum- bzw. Mikroklima lassen sich im weiten Sinne alle Faktoren subsumieren, die geeignet sind, das Wohlbefinden von Menschen in geschlossenen Räumen zu beeinflussen. Dabei kommt nicht nur der Temperatur und der weitgehenden Schadstofffreiheit, sondern auch der Luftfeuchtigkeit und -qualität eine wichtige Rolle zu. Während die optimale Raumtemperatur – je nach persönlicher Präferenz und Nutzung des Raumes – um 20 Grad Celsius liegt, sollte sich die relative Feuchtigkeit der Luft in einem Intervall von 40 und 60 Prozent bewegen. Weicht die Temperatur stark davon ab, frieren oder schwitzen Menschen und fühlen sich schnell unbehaglich. Während aus zu niedriger Luftfeuchtigkeit vor allem trockene Schleimhäute und brennende Augen resultieren können, droht bei zu hoher Luftfeuchtigkeit – wie oben bereits skizziert – die Entstehung von Schimmel, der das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen kann. Ist das Mikroklima hingegen nahe am Optimum, besteht diese Gefahr nicht. Der Schlüssel dafür ist das richtige Lüften.

Wie lüften Sie richtig?


Eine ausreichende Belüftung ist grundsätzlich durch das Öffnen von Fenstern und Türen möglich. Im Idealfall sollten Bewohner alle zwei Stunden die Fenster für einen Zeitraum von zehn Minuten weit öffnen. Das ist allerdings oft kaum möglich. Denn wer möchte schon mitten in der Nacht aufstehen oder kann seinen Arbeitsplatz einfach so verlassen? Während Urlaubs- oder Dienstreisen ist an eine derart regelmäßige Lüftung von Hand gar nicht zu denken. Gleich aus mehreren Gründen ist es keine gute Idee, Fenster über einen längeren Zeitraum zu kippen. Denn hierbei kommt es zu keinem effektiven Luftaustausch. Zudem können die Wandbereiche, in der Nähe des gekippten Fensters schneller auskühlen, sodass sich dort Feuchtigkeit bildet. Das wiederum ist bekanntlich die perfekte Bedingung für Bildung und Wachstum von Schimmelpilzen. Darüber hinaus steigt das Einbruchrisiko, bei gekippten und unbeaufsichtigten Fenstern. Abhilfe schaffen hier moderne Lüftungsanlagen. 

So sorgen moderne Lüftungsanlagen dauerhaft für Frischluft und schaffen ein perfektes Raumklima


Lüftungsanlagen sorgen automatisch für einen kontinuierlichen Luftaustausch, sodass sich Bewohner das lästige Lüften vom Hand ersparen können. Dazu führen Ventilatoren zunächst eine bestimmte Zeit verbrauchte Raumluft nach außen ab und pumpen dann Frischluft nach innen. Die Dauer beider Modi beträgt standardmäßig in der Regel etwa 70 Sekunden. Bei Bedarf können Nutzer aber oft andere Einstellungen vornehmen. Durch integrierte Filter bleiben dabei zudem Insekten, Pollen und Staub draußen. Verfügen die Anlagen zusätzlich über Feuchtigkeitssensoren, ist es häufig möglich, die gewünschte relative Luftfeuchtigkeit festzulegen und so ein perfektes Mikroklima zu genießen. Für die Nachrüstung in Alt- und Bestandsbauten eignen sich vor allem dezentrale Lüftungsanlagen. Denn hier ist der Installationsaufwand vergleichsweise gering. Besonders empfehlenswert sind dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Denn hier lässt sich die Heizenergie mehrfach nutzen. Das funktioniert meistens, indem ein keramischer Wärmeakku der verbrauchten Raumluft die darin enthaltene Wärme entzieht, während diese nach draußen strömt. Der Akku speichert diese Wärme kurz und reichert wenig später die nach innen gepumpte Frischluft damit an. Leistungsstarke Anlagen erreichen hier beeindruckende Effizienzgrade von 90 Prozent oder mehr. So müssen Bewohner weniger Heizenergie investieren, sparen Heizkosten und tun gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes.