Dezentrale Wohnraumlüftung vom raumluft-shop

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Heute weiß man, dass Raumluftqualität mehr ist als ein wesentlicher Wohlfühlfaktor. Denn eine schlechte Innenraumluft kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Denn der Mensch verbringt rund 90 % seiner Zeit in geschlossenen Räumen. Durch Schadstoffe belastete Raumluft ist mitunter Auslöser für gefährliche Allergien und Krankheiten; „verbrauchte“ Luft führt zu Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Ein modernes Wohnraumlüftungssystem transportiert die schlechte Luft ab und versorgt die Räume kontinuierlich mit Frischluft – das nimmt Schimmelsporen die Lebensgrundlage und lässt die Bewohner aufatmen.

Natürlich ist der Begriff Wohlfühlfaktor genauso relativ wie der Begriff Hygiene. Doch haben beide ihre Berechtigung; gibt es doch eindeutige Indikatoren, die den gesundheitlichen Aspekt stützen. Die optimale Raumtemperatur beträgt zwischen 18 und 23 Grad – abhängig von den Räumen und ob es sich um ein Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Badezimmer handelt. Bei der optimalen Luftfeuchte gibt es sogenanntes Behaglichkeitsfeld, das direkt von der Raumtemperatur abhängt. Deshalb bewegt sich die behagliche Luftfeuchte zwischen 35 und 75 Prozent. Bei geringerer Raumtemperatur wird eine höhere Luftfeuchte bevorzugt. Daher variiert dieser Wert gerade in der heizintensiven kalten Jahreszeit. Zu „trockene“ Luft wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden der Bewohner aus. Zuviel Feuchtigkeit kann allerdings ebenfalls zum Problem werden: In einem Vier-Personen-Haushalt fallen täglich 8 bis 11 Liter Wasser an. Das sind 40 bis 50 Gramm Wasser je Stunde und Person, die im Wohnraum verbleiben, wenn sie nicht über eine Wohnraumlüftungsanlage abtransportiert werden. Da verwundert es nicht, dass in fast jeder vierten Wohnung sichtbare Feuchteschäden zu entdecken sind.

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CO2-Konzentration als Raumluftindikator

Der bedeutendste Faktor für eine gute Raumlufthygiene ist allerdings die in der Luft gemessene Konzentration von CO2. Dieser Wert hat sich grundsätzlich als zuverlässigster Indikator herauskristallisiert. Die CO2-Konzentration sollte in geschlossenen Räumen unter 1.000 parts per million (ppm) liegen. 400 ppm sind zum Beispiel natürlicher Bestandteil der Umgebungsluft, je nach örtlicher Begebenheit variiert dieser allerdings zwischen 300 und 550 ppm. Das Gefühl von „schlechter“ Luft stellt sich bei Werten oberhalb von 1.000 ppm ein, die Folge sind Kopfschmerzen und Müdigkeit. Allerdings kann der Wert in Schlafzimmern schnell auf 4.000 ppm ansteigen, wenn kein ausreichender Luftaustausch erreicht wird. Zudem stoßen wir beim Schlafen durchschnittlich 10 bis 13 Liter CO2 aus – pro Stunde. Messungen haben ergeben, dass das empfohlene Stoßlüften nur für ca. 30 Minuten die Raumluftqualität verbessert. Danach steigt die CO2-Konzentration wieder in den unhygienischen Bereich.

Gesundheitsgefährdung durch Radonkonzentration

Eine hohe CO2-Konzentration ist allerdings nicht alles, was in der Raumluft steckt. Von außen dringen auch Schadstoffe wie zum Beispiel Feinstaub oder Radon in die Wohnung. Gerade die Radonbelastung ist in Gegenden mit reichem Granitvorkommen besonders hoch (siehe Karte). Eine permanente Radonkonzentration kann Lungenkrebs begünstigen. Aktuell wird vermutet, dass 5 bis 15 Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs auf Radon zurückzuführen sind. Dabei ist weniger die Dichte der Konzentration entscheidend als vielmehr die Dauer der Einwirkung. Eine kurzfristige hohe Belastung ist demnach weniger schädlich als ein permanentes Vorkommen geringerer Mengen. Eine zentrale Wohnraumlüftungsanlage verringert die Radonbelastung im Innenraum durch einen ausreichenden, kontrollierten Luftwechsel.

Lösung: Mechanische Wohnraumlüftung

Die beste Lösung, um eine gleichbeliebend hohe Raumlufthygiene zu erzielen, ist der Einbau einer Wohnraumlüftung. Sie transportiert Schadstoffe und Feuchtigkeit zuverlässig ab. Durch spezielle Filter haben Allergene und gesundheitsgefährdende Stoffe aus der Außenluft zudem keine Chance, in den Innenraum zu gelangen. Damit sorgt eine Wohnraumlüftung nicht nur für allergiefreie Frischluft sondern ist auch essentieller Faktor für wohngesundes Leben. Am einfachsten ist es, eine Wohnraumlüftung schon direkt in der Planungsphase des Gebäudes zu berücksichtigen. Wir zum Beispiel vielfältige komfortable Lösungen für Wohnraumlüftungen im Neubausektor und für die Nachrüstung - selbstverständlich auch mit Wärmerückgewinnung.

VOCS und SVOCS beeinträchtigen Wohnqualität

Aber auch in der Wohnung selbst finden sich genügend Beeinträchtigungen für die Wohnraumqualität. Sogenannte VOC (= volatile organic compounds), flüchtige organische Verbindungen wie Formaldehyd, stammen unter anderem von Ausdünstungen aus Möbeln, verwendeten Baustoffen oder Lösungsmitteln aus Textilien oder Farben. Jedes neue Möbelstück ist eine neue Schadstoffquelle, deren Konzentration in der Raumluft nur durch ausreichendes Lüften gering und stabil gehalten werden kann. Ganz anders verhält es sich jedoch bei schwerflüchtigen Verbindungen (SVOC = semi volatile organic compounds), die in Form von Bioziden oder Weichmachern in bestimmten Bodenbelägen vorkommen können. Bei einer zu hohen SVOC-Konzentration besteht die wirksamste Methode in der Entfernung der Schadstoffquellen, bis hin zur Sanierung betroffener Bereiche.