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Raumklima

04.03.2019

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Wie wichtig gutes Raumklima wirklich ist

Das Raumklima beeinflusst von vielen Menschen nahezu unbemerkt unseren Alltag. Dies gilt gleichermaßen für das Raumklima in den eigenen vier Wänden und das Raumklima im Büro oder anderen Arbeitsorten. Ist das Raumklima „in Ordnung“, so setzen sich nur wenige Menschen mit diesem Thema auseinander, schließlich gibt es ja keinen Grund zu Beschwerde. Ein schlechtes Raumklima sorgt hingegen kurzfristig für eine geringe Aufenthaltsqualität, wirkt sich nicht selten negativ auf die Produktivität am Arbeitsplatz aus und kann langfristig sogar Folgen für die Gesundheit und sogar die Bausubstanz haben.

In der Praxis wird die Bedeutung des Raumklimas aber häufig unterschätzt oder rückt erst in den Fokus der Aufmerksamkeit, wenn es schon viel zu spät ist. So ziehen viele Menschen und auch Ärzte ein schlechtes Raumklima als Ursache für anhaltende Beschwerden erst nach vielen erfolglosen Behandlungsversuchen in Betracht. Eine Verbesserung des Wohlbefindens lässt sich in solchen Fällen aber oft nicht mehr nur durch mehr Achtsamkeit bewerkstelligen, denn ein langfristig schlechtes Raumklima kann sich auch auf die Bausubstanz auswirken. Schimmel und Pilzbefall sind dann kein Einzelfall und wirken sich zusätzlich negativ auf das Raumklima aus. Eine umfassende Renovierung ist dann unverzichtbar.

Info: Schimmelsporen und Schadstoffe sind in der Luft nicht sichtbar und bleiben häufig über lange Zeit unentdeckt. So entsteht und verbreitet sich Schimmel zwar einerseits durch eine langfristig hohe Luftfeuchtigkeit, erreicht wird diese aber nur in Ausnahmefällen. Ausbreiten kann sich Schimmel aber dennoch, denn auch in Innenräumen sind vereinfacht gesagt „Mikro-Raumklimazonen“ möglich. So ist an einzelnen Stellen, etwa in der Nähe einer Spüle, schwer zugänglichen Nischen an Außenwänden oder hinter Möbeln die Feuchtigkeit wesentlich höher und bietet dem Schimmel die nötige Umgebung. Nicht selten verbirgt sich Schimmel außerdem hinter Tapeten und kann nur mit viel Aufwand lokalisiert werden. Wie aufwändig die Entfernung ist, ist schwer zu pauschalisieren. Ein kleiner und lokal begrenzter Befall lässt sich in Eigenregie mit passenden Produkten aus dem Baumarkt entfernen, ein großflächiger und nicht nur oberflächlicher Befall sollte hingegen einer Fachfirma überlassen werden.

Mit einfachen Mitteln auf ein gutes Raumklima achten

An dieser Stelle fokussieren wir uns auf die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit als Parameter für ein gutes Raumklima. Je nach Standpunkt spielen aber auch andere Faktoren, wie etwa die Beleuchtung, bei der Bewertung des Raumklimas eine Rolle. Auch die Schadstoffbelastung ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Besondere Beachtung benötigt diese aber nur, wenn etwa Altlasten vorhanden sind. Sorgen Sie mit praktischen Kniffen oder einer modernen Klima- und Lüftungsanlage für ein gutes Raumklima, halten Sie in der Regel auch die (überall gegebene) Schadstoffbelastung gering.

Frau öffnet Fenster für bessere Raumluft

Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit werden von vielen Menschen routinemäßig, fast schon blind, reguliert. Regelmäßiges Lüften, die Nutzung von Außenrollos und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung haben sich beispielsweise bewährt. Ohne technische Hilfsmittel, wie ein Thermometer mit integriertem Hygrometer zur Messung der Luftfeuchte, kann die Qualität des Raumklimas aber nicht zuverlässig eingeschätzt werden. Während die Raumtemperatur noch vergleichsweise gut eingeschätzt werden kann, ist dies bei der Luftfeuchtigkeit ungleich schwieriger. Die Einschätzung ob die relative Luftfeuchtigkeit zu niedrig, zu hoch oder optimal (als Richtwert gelten 40 bis 60 %) ist, ist ohne Hygrometer kaum verlässlich möglich. Sichtbar und wahrnehmbar ist die relative Luftfeuchtigkeit nur wenn diese Werte von 90 % oder mehr erreicht. Derart hohe Werte können in Innenräumen zeitweise erreicht werden, wenn über längere Zeit gekocht oder Wäsche getrocknet wird ohne dabei zu Lüften. Wird eine Luftfeuchtigkeit von 100 % erreicht, so kann zusätzliche Feuchtigkeit nicht mehr von der Raumluft aufgenommen werden. Wasser setzt sich dann an Wänden und Gegenständen ab. Beobachten können Sie dieses Phänomen beispielsweise nach einer langen heißen Dusche. Sorgen Sie jedoch zeitnah für ausreichende Belüftung, so reguliert sich die Luftfeuchtigkeit jedoch zusehends.

Hilfsmittel, um das Raumklima ständig im Griff zu haben

Eine gute Messstation ist neben einer regelmäßigen Belüftung eine gute Grundlage, um das Raumklima optimal zu regulieren. Ebenso gut und noch dazu vollautomatisch sind fest installierte Lüftungs- und Klimaanlagen, die das Raumklima ständig regulieren. Ohne eine solche Anlage, in Büroräumen mit nicht öffenbaren Fenstern und unter bestimmten Bedingungen auch im eigenen Zuhause sind Hilfsmittel wie Luftentfeuchter (bei niedriger Luftfeuchtigkeit auch Luftbefeuchter) oder Luftreiniger verbreitet. So spielt für die Regulierung der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen etwa die Luftfeuchtigkeit im Außenbereich eine Rolle. Bei anhaltenden Regenfällen ist diese beispielsweise höher als in Innenräumen, sodass dann ein guter Luftentfeuchter oder Luftwäscher das Raumklima optimiert.