Luftfeuchtigkeit in Räumen

11.03.2019

icon

Die richtige Luftfeuchtigkeit in Räumen

Ein angenehmes Raumklima ist sowohl in den eigenen vier Wänden als auch in Büros ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil des Alltages. So wird das Raumklima durch viele Faktoren beeinflusst und ist unter anderem durch die Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Raumes und auch durch die Raumtemperatur abhängig. Dieser Artikel widmet sich im ersten Teil vor allem den zahlreichen Erscheinungsbildern von Luftfeuchtigkeit in Räumen und ihrer Wirkung. Im Anschluss daran widmen wir uns dann dem Thema, wie Sie die Luftfeuchtigkeit in Räumen zu Ihrem Vorteil beeinflussen können.

Haben Sie sich mit diesem Thema bisher noch nicht intensiver auseinandergesetzt, so sind Sie wahrscheinlich überrascht, denn nicht selten wird die Bedeutung der Luftfeuchtigkeit in der Praxis unterschätzt.

Luftfeuchtigkeit in Räumen: Oft unsichtbar, aber immer vorhanden

Messen können Sie die relative Luftfeuchtigkeit in Räumen mit Hilfe eines Hygrometers. Ein solches Hygrometer ist als Einzelprodukt erhältlich, nutzen Sie ein hochwertiges Thermometer, so ist in diesem aber meist auch ein solches Hygrometer enthalten. So können Sie Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit mit Hilfe eines Geräts stets kontrollieren. Sichtbar ist die Luftfeuchtigkeit in Räumen nur selten. Oft ist dies nur der Fall, wenn Sie zeitweise viel Wasser mit der Raumluft in Verbindung bringen. Dies geschieht etwa während des Kochens, beim Duschen oder Baden und beim Trocknen von Wäschen.

Im Bad zeigt sich eine hohe relative Luftfeuchtigkeit vor allem durch beschlagene Spiegel und Wände. Nach dem Lüften oder durch Ventilation sinkt die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum jedoch schnell wieder und ist zumindest nicht mehr direkt wahrnehmbar. In der Küche beschlagen hingegen Fenster oder es bilden sich Wassertropfen an Schränken oder Einbauten in der Nähe der Kochstelle. Kurzfristig ist die hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen kein Problem und kann durch Lüften verlässlich ausgeglichen werden. Auch ist es kein Problem, wenn die relative Luftfeuchtigkeit in diesen Räumen grundsätzlich etwas höher ist, als es etwa in Wohn- und Schlafzimmern der Fall ist.

© serezniy/123rf.com

Abhängig ist die optimale Luftfeuchtigkeit in Räumen von der Art der Nutzung, zu Teilen von der als optimal angesehen Raumtemperatur in diesen Räumen und unter Umständen auch davon, welche Werte für die Bausubstanz angemessen sind. Folgende Werte gelten etwa als optimal:

  • In Arbeits-, Kinder-, Schlaf- und Wohnzimmer liegt die optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %
  • In Küchen und Badezimmern sollte die Luftfeuchtigkeit einen Wert von 70% nicht überschreiten. 50-65 % gelten hier als optimal.
  • In Kellerräumen ist eine Luftfeuchte von 45-65 % optimal, was der in der Regel deutlich geringeren Raumtemperatur geschuldet ist.

Auch wenn die Luftfeuchtigkeit in Räumen meist unsichtbar ist, bestimmt diese maßgeblich die Aufenthaltsqualität in diesen Räumen mit. Relative Luftfeuchten in Räumen sollten also nach Möglichkeit nicht über längere Zeiträume Werte von 60 % und mehr überschreiten. Folgende Auswirkungen sind dann möglich:

  • Ab etwa 60 % Luftfeuchtigkeit in Räumen kann langfristig das Auftreten von Schimmel begünstigt werden
  • Ab einer relativen Luftfeuchtigkeit in Räumen von 70 % über längere Zeiträume ist das Auftreten von Schimmel fast schon garantiert. Bereits die Ausbreitung kann im Ernstfall zu gesundheitlichen Problemen führen. Liegt die Luftfeuchtigkeit in Räumen über lange Zeiträume noch höher, so gedeihen zusätzlich Sporen, Milben und Parasiten, die sich auch gerne in Ihrem Mobiliar einrichten und für zusätzliche Probleme sorgen.

Eine optimale Luftfeuchtigkeit in Räumen ist hingegen ein Segen. Allerdings ist es auch keine Seltenheit, dass die Luftfeuchtigkeit in einem oder mehreren Räumen Werte von 40 % unterschreitet und ebenfalls negative Folgen mit sich bringt. Liegt Ihr Wert weit unter 40 %, sind Augen- und Schleimhautreizungen möglich, die die Ausbreitung von Infektionskrankheiten fördern oder auch schlicht die Aufenthaltsqualität schmälern. Außerdem kann eine derart niedrige Luftfeuchtigkeit in Räumen schädlich für die Bausubstanz sein. Insbesondere Holz reagiert auf zu geringe Luftfeuchtigkeit besonders stark. Augen- und Schleimhautreizungen sind also ein erster Hinweis auf zu wenig Luftfeuchte. Auch ist es möglich, dass Sie vermehrt kleine und ungefährliche Stromschläge bemerken. Dies liegt daran, dass sich elektrische Energie in trockenen Umgebungen besser und schneller entladen kann. Ernstzunehmende Hinweise also, sich genauer mit der Luftfeuchte zu beschäftigen.

Luftfeuchtigkeit im Auge behalten und angemessen reagieren

Ein Thermometer mit Hygrometer ist also unverzichtbar. Interessante und detailliert erklärte Tipps, wie Sie die Luftfeuchtigkeit in Räumen schnell und zuverlässig senken können, erfahren Sie in unserem Beitrag „Drei Tipps, um die Luftfeuchtigkeit zu senken!“