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Die Smarthome-Funktion verbindet ein oder mehrere Geräte mit Ihrem Heimnetz und macht sie per App, Zeitplan oder Sprachbefehl steuerbar. Für die Bedienung ist keine Fernbedienung notwendig. Auch wenn niemand im Raum ist, reagiert die gewünschte Funktion im Smarthome-System.
Das Wichtigste auf einen Blick:

Der Begriff Smarthome beschreibt eine Wohnung oder ein Haus, in dem Geräte nötige Daten automatisch austauschen und vorgegebene Abläufe eigenständig ausführen. Die Frage „Was ist ein Smarthome?” lässt sich mit der Zusammenarbeit der verschiedenen Geräte beantworten.
Drei Bausteine sind relevant:
Beispiel:
Anhand eines Heizkörperthermostats mit Smarthome-Funktion lässt sich das Prinzip einfach erklären. Es misst die Raumtemperatur, vergleicht sie mit Ihren Einstellungen und dreht das Ventil je nach Einstellung auf. Sobald ein Fensterkontakt Lüften meldet, wird die Leistung gedrosselt.
Integrierte Geräte übertragen alle nötigen Daten per Funk. Dabei nutzen sie verschiedene Protokolle. Verwenden sie gleiche Protokolle, gibt es eine direkte Verbindung. Bei unterschiedlichen Protokollen ist eine Bridge nötig. Eine Bridge gilt als Übersetzungsgerät am Router.
| Standard | Typische Reichweite im Gebäude | Wofür geeignet | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| WLAN (2,4 GHz) | 10 bis 30 m | Klimageräte, Steckdosen, Kameras | funktioniert ohne Bridge, höherer Strombedarf |
| Zigbee | 10 bis 20 m pro Sprung | Sensoren, Thermostate, Lampen | Mesh, jedes Netzgerät verstärkt das Signal |
| Thread | 10 bis 20 m pro Sprung | Sensoren, Aktoren, Matter-Geräte | IP-basiert, Grundlage für Matter |
| Bluetooth LE | 5 bis 15 m | Einzelgeräte im selben Raum | Steuerung meistens nur vor Ort |
| KNX (Kabel) | gebäudeweit | Neubau und Kernsanierung | ISO/IEC 14543-3, herstellerübergreifend, Einbau durch Fachbetrieb |
Bis 2022 war es meistens so, dass ein Gerät oft an einen Hersteller gebunden war. Seit Oktober 2022 existiert Matter, ein gemeinsamer Standard, der die verschiedenen Funkprotokolle unter einer Oberfläche zusammenführt. Apple, Google, Amazon und Samsung stehen als Mitglieder der Connectivity Standards Alliance dahinter.
Matter arbeitet lokal im eigenen Heimnetz. Die Steuerung funktioniert auch im Falle eines Internetausfalls. Ein Gerät lässt sich zudem parallel in mehrere Systeme einbinden. Die Version 1.6 vom Juni 2026 ergänzte die Anmeldung per NFC.
Die Frage, was Smarthome-Geräte sind, lässt sich einfach beantworten: Es sind alle Produkte mit Funkmodul, die Messwerte senden oder Befehle empfangen. Vom Sensor für 20 Euro bis zur Wärmepumpe fällt jedes vernetzte Gerät darunter.
Wissensbox: Der versteckte Standby-Verbrauch
Ein WLAN-Gerät zieht im Ruhezustand meist 1 bis 3 Watt. Bei 2 Watt und 20 Geräten summiert sich das auf rund 350 kWh im Jahr. Zigbee- und Thread-Geräte mit Batteriebetrieb liegen darunter, weil sie nur beim Senden Strom ziehen. Rechnen Sie diesen Posten in Ihre Planung ein, bevor Sie eine Smarthome-Funktion pro Steckdose installieren.
Zur Grundausstattung eines Smarthome-Systems reichen die folgenden vier Dinge aus:
Verfügt ein Bestandsgerät über kein Funkmodul, binden Sie es über eine Messsteckdose ein. Diese Variante liefert die einfachste Smarthome-Funktion und zeigt Ihnen den Verbrauch an.
Überall dort, wo wiederkehrende Aufgaben entstehen, ist die Technik sinnvoll. Der konkrete Nutzen verschiebt sich deshalb mit der Lebenssituation. Diese fünf Gruppen verdeutlichen es:
Wichtig zum Datenschutz: Kameras und Mikrofone verarbeiten personenbezogene Daten. Manche Hersteller speichern lokal auf einem Hub in der Wohnung. Andere Hersteller setzen auf die Cloud.
Was ein Smarthome-System kostet, hängt von den folgenden vier Punkten ab.
Ein Argument abseits der Anschaffung: Das Gebäudeenergiegesetz fordert in vielen Fällen eine selbsttätige Temperaturregelung für jeden Raum. Smarte Thermostate erfüllen diese Vorgabe und liefern zusätzlich Verbrauchsdaten.

Klimatechnik und Heizungen benötigen die höchsten Strommengen, sodass die Vernetzung den größten Effekt bringt.
Split- und Monoblock-Geräte mit WLAN-Modul halten eine eingestellte Temperatur, arbeiten nach Wochenplan und schalten nachts in eine leisere Stufe. Der Tagesverbrauch erscheint bei vielen Modellen direkt in der App. Den Effekt lesen Sie bei jeder Einstellung ab.
Möchten Sie eine Klimaanlage kaufen, achten Sie dabei auf ein werkseitig eingebautes Funkmodul. Nachgerüstete Adapter erreichen oft nur einen Teil der Funktionen und melden keine Verbrauchsdaten zurück.
Viele Klimageräte kühlen im Sommer und heizen im Winter. Dahinter steckt die Wärmepumpen-Funktion. Das Gerät kehrt seinen Kreislauf um und holt einfach Wärme von draußen ins Zimmer. Die Smarthome-Funktion analysiert die Außentemperatur und entscheidet, wann das Gerät zwischen beiden Betriebsarten wechselt.
Eine Wärmepumpe mit SG-Ready-Schnittstelle nimmt Signale von außen an und kennt vier Betriebszustände. Praktisch heißt das: Die Anlage heizt bevorzugt dann, wenn Ihre Photovoltaikanlage viel liefert oder der Netzstrom günstig ist.
Seit 2024 regelt § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes diesen Zugriff durch den Netzbetreiber. Im Gegenzug zahlen Sie geringere Netzentgelte. Eine Monoblock-Wärmepumpe vereint dabei die gesamte Technik in einem Außengerät. Nur der Wasseranschluss liegt im Haus. Das verkürzt die Montage und hält die Installation im Gebäude übersichtlich.
Starten Sie mit einem Sensor und einem Aktor in einem Raum. Messen Sie zwei Wochen lang das Ergebnis. Erweitern Sie danach bei Bedarf das System um weitere Räume. Ihr System bleibt übersichtlich und jede Smarthome-Funktion belegt ihren Nutzen mit nachvollziehbaren Zahlen.
In unserem Sortiment finden Sie unter anderem Klimageräte, Monoblock-Wärmepumpen sowie Hygrometer und Geräte für die Entfeuchtung. Alle lassen sich per Smarthome-Funktion in Ihr Netzwerk einbinden.
Ja, denn Funklösungen arbeiten ohne Eingriff in die Bausubstanz. Die Bestandteile wie Heizkörperthermostate, Steckdosen und Sensoren tauschen Sie beim Umzug zurück. Für einen Kabelstandard wie KNX brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers.
Solange Strom fließt, führen Systeme mit lokalem Hub gespeicherte Automationen weiterhin aus. Cloudbasierte Systeme verlieren die App-Steuerung. Sie halten den letzten Schaltzustand aktiv. Nach einem Stromausfall starten einige Aktoren im Werkszustand. Deshalb lohnt ein Blick in die Gerätedokumentation.
Am günstigsten steigen Sie mit einem Starterset aus Bridge und zwei Geräten ein, etwa einer Lampe und einem Heizkörperthermostat. Solche Sets bewegen sich meistens im unteren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich. Erweitern lässt sich das System bei Bedarf später, solange alle Teile denselben Standard besitzen.
Die raumweise Heizungsregelung wirkt am schnellsten, weil sie selten genutzte Zimmer gezielt absenkt. Ein Fensterkontakt verstärkt den Effekt, indem er das Ventil beim Lüften automatisch schließt. Messsteckdosen lohnen sich ebenfalls, weil sie dauerhafte Stromfresser sichtbar machen.
Sie brauchen einen Lautsprecher oder ein Display mit Sprachassistent sowie Geräte, die dessen Ökosystem unterstützen. Matter-zertifizierte Produkte arbeiten mit allen großen Assistenten zusammen. Ohne Mikrofon im Wohnraum lösen Sie dieselben Szenen über Wandtaster oder ein Widget auf dem Handy aus.