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Lüften für Allergiker ist keine Frage des Zufalls: Der richtige Zeitpunkt bestimmt darüber, ob frische Luft ins Haus kommt oder die Pollenbelastung im Zimmer steigt. Wer den Pollenflug kennt und die Lüftung gezielt plant, hält die Raumluft sauber.
Das Wichtigste in Kürze:

Schlechte Raumluft belastet Allergiker genauso wie Pollenflug draußen. Fehlt regelmäßiger Luftaustausch, steigt die Konzentration aller Partikel.
Unkontrolliertes Lüften bei Allergie bringt dagegen Pollen ins Haus, oft in erheblicher Menge. Das Dilemma: Zu wenig Lüften verschlechtert die Innenraumluft, zu viel oder zum falschen Zeitpunkt erhöht die Pollenbelastung in Schlafzimmer, Wohnzimmer und Büro.
Was die Raumluft zusätzlich belastet
Neben Außenpollen sammeln sich drinnen weitere Allergene:
Wann der optimale Zeitpunkt für das richtige Lüften bei Allergien ist, hängt vom Wohnort ab. Pollenflug folgt unterschiedlichen Tagesrhythmen in Stadt und Land.
In urbanen Gebieten ist die Pollenkonzentration abends am niedrigsten. Der Tageswind lässt nach, Pollen sinken ab. Zwischen 19 und 23 Uhr bietet sich das Fensteröffnen an.
Morgens, besonders zwischen 6 und 10 Uhr, wirbelt der aufkommende Wind frische Pollen in die Luft. Wer zu dieser Zeit lüftet, bringt die Hauptlast des Tages direkt ins Schlafzimmer.
Auf dem Land dreht sich der Rhythmus um. Pollenflug beginnt bereits früh, steigt tagsüber an und bleibt bis in den Abend hoch. Günstig für die Stoßlüftung: früh morgens zwischen 5 und 8 Uhr, bevor die Winde zunehmen.
Noch besser: direkt nach einem Regenschauer. Regen wäscht Pollen aus der Luft. Die Stunden danach bilden für alle Pollenallergiker ein sicheres Zeitfenster.
Unmittelbar nach einem Gewitter steigt die Pollenbelastung kurzfristig stark an. Pollenkörner platzen beim Aufprall und zerfallen in winzige Bruchstücke, die tief in die Atemwege eindringen. Asthmatiker halten Fenster nach Gewitterregen mindestens 30 Minuten geschlossen.
Befolgen Sie diese Grundsätze konsequent, dann reduzieren Sie den Polleneintrag erheblich:
Die Pollensaison in Deutschland läuft von Januar bis Oktober. Leiden Sie an Heuschnupfen, passen Sie unbedingt Ihr Lüftungsverhalten für fast zehn Monate an.
Besonders kritisch ist die Überlappung mehrerer Blütezeiten im Frühjahr. Birke, Esche und Gräser fliegen gleichzeitig. Die Gesamtbelastung summiert sich.
Bei Kreuzallergien gilt zusätzlich: Das Immunsystem reagiert auf ähnliche Proteinstrukturen in Lebensmitteln. Wer auf Birkenpollen reagiert, verträgt oft auch rohe Äpfel, Haselnüsse oder Karotten schlecht. Fachleute nennen das orales Allergiesyndrom.
Pollenflugkalender Deutschland
| Pflanze | Hauptflugzeit |
|---|---|
| Hasel | Januar bis April |
| Erle | Februar bis April |
| Birke | März bis Mai |
| Gräser | April bis Oktober |
| Roggen | Mai bis Juli |
| Beifuß | Juli bis September |
| Ambrosia | August bis Oktober |
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Pollenflugvorhersage
Fünf Gruppen tragen ein erhöhtes Risiko:
Für Kinder mit bekannter Pollenallergie empfiehlt sich ein Luftreiniger im Schlafzimmer, besonders während der Gräserpollensaison.

Pollenschutzgitter reduzieren den Polleneintrag um bis zu 80 %, lassen aber feinste Pollenbruchstücke und Pilzsporen passieren.
Ein Luftreiniger mit HEPA-H13-Filter scheidet Partikel im kritischen Größenbereich von 0,1 bis 0,3 Mikrometer zu mindestens 99,95 % ab (gemäß EN 1822). Das umfasst Hausstaubmilbenkot, Schimmelsporen und kleinste Pollenbruchstücke.
Beim Kauf zählen vier Kriterien:
Geräte mit integriertem Hygrometer zeigen die aktuelle Luftfeuchtigkeit an. So erkennen Sie, ob ergänzendes Lüften oder ein separater Luftentfeuchter sinnvoll ist, um den Wert dauerhaft unter 60 % zu halten.
So lüften Allergiker mit System: In unserem Sortiment finden Sie hochwertige Produkte für die Lüftung, dezentrale Lüftung mit Feuchtigkeitssensor und leisem Nachtbetrieb, abgestimmt auf verschiedene Raumgrößen.
Im Winter reicht Stoßlüften von 2 bis 3 Minuten aus, um einen vollständigen Luftaustausch zu erzielen. Hasel und Erle blühen bereits sehr früh im Jahr. Der Pollenflug beginnt damit bereits im Winter. Die Lüftungsregeln für die Pollensaison gelten deshalb das ganze Jahr.
Schlafzimmer und Wohnzimmer haben Priorität, weil Menschen dort die meiste Zeit verbringen. Ein Luftreiniger im Schlafzimmer sichert die nächtlichen Stunden zusätzlich ab. Im Büro schützt ein Pollenschutzgitter am Fenster, wenn sich die Lüftungszeiten beruflich kaum steuern lassen.
Der Bereich zwischen 40 und 55 % relativer Luftfeuchtigkeit ist optimal. Es ist trocken genug, um Schimmelwachstum zu hemmen, feucht genug für ein angenehmes Raumklima. Unter 40 % trocknen die Schleimhäute aus und büßen ihre natürliche Filterwirkung ein. Ab 60 % relativer Luftfeuchtigkeit fördert Feuchtigkeit das Schimmelwachstum und setzt zusätzliche Sporen frei.
HEPA-H13-Filter in Luftreinigern halten je nach Nutzungsintensität zwischen 6 und 12 Monate. Wer das Gerät in der Pollensaison täglich betreibt, plant den Wechsel alle 6 Monate ein. Ein vollständig gesättigter Filter reduziert die Reinigungsleistung des Geräts erheblich. Der Wechsel vor Saisonbeginn im Frühjahr ist sinnvoll.
Im Sommer dominieren Gräser- und Getreidepollen mit oft höheren Konzentrationen als im Frühjahr. Die Birkenpollensaison endet im Mai. Belastungen durch Gräser beginnen ab Juni. Im Sommer bleibt der Pollenflug bis in den späten Abend hoch. Das Lüften verschiebt sich auf nach 21 Uhr.
Fenster geschlossen halten, Bettwäsche regelmäßig bei 60 °C waschen und einen Luftreiniger im Raum betreiben: das sind die drei wirksamsten Maßnahmen. Pollen setzen sich tief in Textilien fest und gelangen so auch bei geschlossenem Fenster ans Schlafumfeld. Ein Luftreiniger mit HEPA-H13-Filter übernimmt die Luftreinigung, während das Fenster geschlossen bleibt.