Luftfeuchtigkeit senken

18.02.2019

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Drei Tipps, um die Luftfeuchtigkeit zu senken

Haben Sie Ihr Thermometer mit Hygrometer-Funktion in Betrieb genommen, liefert dieses zügig und verlässlich die so wichtigen Messergebnisse. Zeigen diese Messergebnisse eine zu hohe relative Luftfeuchte, so gilt es, mit geeigneten Maßnahmen die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Orientieren können Sie sich dabei an den bereits in unserem Beitrag „Die richtige Luftfeuchtigkeit in Räumen“  genannten Idealwerten. Hier verzichten wir jedoch auf die dortigen umfangreicheren Erklärungen und fassen nachfolgend nur kurz die gängigen Idealwerte in aller Kürze zusammen:

  • In Arbeits-, Kinder-, Schlaf- und Wohnzimmern liegt die optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %.
  • In der Küche, dem Badezimmer oder Trockenräumen liegen diese mit Werten von 50 bis 70 % etwas höher.
  • In Kellerräumen liegt die optimale Luftfeuchte zwischen 45 und 65 %, was sich vor allem durch die meist geringere Raumtemperatur erklären lässt.
Häuschen auf beschlagener Scheibe

In Küche und Bad kommt es häufiger vor, dass die Luftfeuchtigkeit über dem Optimum liegt. Kurzfristig ist dies zumindest kein Problem. Dennoch ist es in diesen Räumen noch wichtiger eine zu hohe Luftfeuchtigkeit öfters zu regulieren. Überschreitet die Luftfeuchtigkeit regelmäßig einen Wert von 70 % und senken Sie die Luftfeuchtigkeit nur unregelmäßig, können Schimmel und andere unangenehme Folgen eintreten.

Drei Tipps, um die Luftfeuchtigkeit schnell und spürbar zu verringern

Misst Ihre Messstation einen kritischen Wert, so ist Handeln gefragt. Drei Tipps haben sich dabei im Alltag besonders bewährt.

  • Tipp 1: Lüften Sie regelmäßig gut durch. Entweder in einzelnen Räumen oder mit zusätzlicher Hilfe durch Durchzug, in dem Sie weitere Fenster in anderen Räumen öffnen. Diese sollten Sie je nach Jahreszeit fünf bis 25 Minuten geöffnet lassen. Häufig ist die Luftfeuchtigkeit danach erfolgreich reduziert. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn etwa nach anhaltendem Regen die äußere Luftfeuchtigkeit ebenfalls besonders hoch ist. In diesem Fall ist ein solches Stoßlüften nicht hilfreich. Ob sich das Stoßlüften lohnt stellen Sie aber einfach fest, indem Sie ein Hygrometer oder eine Wetterstation zusätzlich im Außenbereich aufstellen.
  • Tipp 2: Ein weiterer Tipp, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren bezieht sich vor allem auf innenliegende Bäder und Küchen. Sind im Bad Ventilatoren eingebaut, die feuchte Luft nach draußen transportieren, so sollten Sie diese konsequent nutzen. Die Leistung dieser Ventilatoren sollte der Raumgröße entsprechen. In vielen Küchen sorgen hingegen schlicht eingeschaltete Dunstabzugshauben für Abhilfe.
  • Tipp 3: Haben Sie unsere vorherigen Tipps zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit befolgt, so werden Sie in jedem Fall kurzfristige Verbesserungen bemerken. Oft steigt die Luftfeuchtigkeit aber dennoch in kleinen Schritten erneut an. Ist dies der Fall, sollten Sie Ihre Wohnung etwas genauer unter die Lupe nehmen. So lauern viele Fallen, die viele Menschen gar nicht bedenken, aber durchaus für eine immer wieder steigende Luftfeuchtigkeit verantwortlich sind.

Tipp 3 im Detail: Luftfeuchtigkeit verringern – Quellen identifizieren

Reichen unserer Standardempfehlungen nicht aus, sind kleine Nachforschungen nötig. Schließlich gibt es gute Gründe, warum die Luftfeuchtigkeit immer wieder steigt. Ein erster Verdächtiger ist Ihre nasse Wäsche, sofern Sie diese in der Wohnung trocknen. Auch wenn, anders als beim Kochen, kein aufsteigender Wasserdampf sichtbar ist, gibt eine ordentliche Waschladung sehr viel Wasser an die Umgebungsluft ab (Trocknungsprozess). Weitere Verdächtige sind wasserbetriebene Zimmerspringbrunnen oder auch Aquarien. So verdunstet eine gewisse Menge Wasser auch bei niedrigen Temperaturen und gibt Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Zimmerpflanzen sollten Sie nur als Ursache in Betracht ziehen, wenn sie besonders viele und vor allem große Pflanzen mit hohem Wasserbedarf besitzen. Existieren diese aber zahlreich, sind sie durchaus als Ursache in Betracht zu ziehen.

Selten, aber nicht ausgeschlossen, sind auch Ursachen, die außerhalb Ihrer Verantwortung liegen. Schlecht isolierte Fenster, feuchte Außenwände und ebenso feuchte Innenwände. Insbesondere feuchte Innenwände lassen sich nur schwer lokalisieren, da Mobiliar und Tapeten im Weg stehen. Auch ist es keine Seltenheit, dass feuchte Innenwände nur unter der Tapete sichtbar sind. Ursachen wiederum liegen häufig nicht in Ihrem Verantwortungsbereich und sind nicht selten bestimmte Undichtigkeiten an Dach und Fassade, kleinste Lecks in Wasserrohren oder mangelhaft durchgeführte Sanitärarbeiten in einer darüber liegenden Wohnung. Die Beseitigung ist dann ganz klar Aufgabe Ihres Vermieters!

Jederzeit optimal im Griff haben Sie die Luftfeuchtigkeit in Räumen mit hochwertiger Klima- und Lüftungstechnik.